STIMMEN
ZU DYNAMIC FACILITATION
Von Dr. Jörg Neumann
Im Rahmen eines Fachprojekts hatte ich eine "schwierige" Projektsitzung zu leiten. Es ging um Optimierung eines Prozesses und um die Zuordnung von Verantwortlichkeiten bei einem Thema, das schon lange konfliktbeladen war. Unmittelbar zu Beginn des Meetings hatte ich den Impuls, dass Dynamic Facilitation hier helfen könnte. Ich habe improvisiert, nach und nach die Vorgehensweise erklärt, Flip-Charts aufgehängt mit den vier Themenkategorien und das Gespräch initiiert. Am Anfang war es schwer, die Teilnehmer dazu zu bewegen, sich ausreden zu lassen (damit sich jeder entleeren konnte) und zu mir zu sprechen, aber dann wurde es akzeptiert. Am Ende des Meetings entstand ein wirklich guter Lösungsvorschlag, von allen Teilnehmern getragen, der vorher nicht zu erwarten war. Es war ein großer Erfolg, obwohl ich die Methode DF nur improvisiert und nicht wirklich "sauber" eingesetzt habe. Aber die wesentlichen Elemente waren wohl vorhanden.
Von Caterine Schwierz
Die
Aufgabenstellung war anspruchsvoll: eine Arbeitsgruppe, die in einem
Prozess von ungefähr einem Jahr und mehreren moderierten Treffen
nicht zu dem gewünschten Ergebnis kam. Nach wie vor schien es,
dass die Zielstellungen der einzelnen Gruppenmitglieder völlig
unterschiedlich waren und es am Vertrauen untereinander fehlte. Die
Gruppe zog die Notbremse und suchte nach einer neuen Herangehensweise.
Hier kamen ich und Dynamic Facilitation ins Spiel. Damit gelang es,
innerhalb von drei Arbeitstreffen Vertrauen aufzubauen, ein gemeinsames
Zielbild zu erarbeiten und Handlungsfelder zu verabschieden. Heute arbeitet
die Gruppe mit Motivation und Spaß an den gesteckten Zielen. Diese
Erfahrung hat mir gezeigt, wie es mit Hilfe von Dynamic Facilitation
möglich ist, mit geringem Aufwand große gordische Knoten
zu zerschlagen.
Silvia
Gysel
Das 15-köpfige
Mitarbeiterteam einer NPO in der Ostschweiz soll sein Comittment zur
Auflösung einer der drei Aussenstellen geben und die Möglichkeiten
zur Umsetzung erarbeiten. "Dynamic Facilitation" ist die Lösung.
Der Effekt war genial. Akzeptanz und Comittment entstehen, das Team
rückt emotional zusammen, in kurzer Zeit ist eine Lösung für
die Umsetzung der Neustrukturierung geboren.
Von Simone Bögeholz, Phoenix Contact
In der Zwischenzeit hatte ich endlich die Möglichkeit,
mit Dynamic Facilitation zu moderieren. Tolle Erfahrung! Mit Hilfe der
Methode konnte die Gruppe in einem sehr komplexen, zum Teil undurchsichtigen
Thema einen großen Schritt voran kommen. Der Prozess läuft
noch und mit jedem Termin bringt uns Dynamic Facilitation mehr Klarheit.
An der Stelle nochmals Danke für diese Methode und die erfolgreichen
Impulse in Eurem Seminar.
Von Rüdiger Lekschas, Hamburger Sparkasse
Wir haben in einer "verstrickten Situation"
unter Einsatz von Dynamic Facilitation ein klasse Ergebnis erzielt.
Wir hatten einen echten Durchbruch! Gut, dass mein Kollege und ich das
Seminar besucht haben
Von Alexander Rall, PricewaterhouseCoopers
Dynamic Facilitation hat mich wirklich weitergebracht. Das liegt zum einen an der vermittelten Struktur von DF, insbesondere aber daran, dass sich die Rolle des Moderators zum 'Talking Stick' wandelt. Der Moderator ist nah bei der Person, schenkt ihr seine ganze Aufmerksamkeit, hört zu, schreibt auf und fragt solange, bis der Teilnehmer 'leer' – man könnte auch sagen 'aufnahmebereit für alles Neue' – ist. Ich habe oft gesehen, wie sich im Verlaufe des Prozesses die Gesichter der Teilnehmer sichtlich entspannen und eine ruhige, von Wertschätzung geprägte und kreative Athmosphäre entsteht. Dies habe ich in allen Arten von Workshops erlebt: Teamentwicklungen, Aufarbeiten von Konflikten, Strategiefindung, aber auch in stark fachlich orientierten Workshops. Seitdem versuche ich, so oft es geht, mich in Moderationen zum 'lebenden Talking Stick' zu machen, wie ich es bei Dynamic Facilitation gelernt habe.
Von
Karin Reuter (an Jim Rough):
„Herzlichen Dank, dass Du im vergangenen Jahr in Deutschland Dynamic
Facilitation gelehrt hast. Es war ein großartiges Seminar und
ich habe jede Minute davon genossen. Ich erinnere mich, wie Du sagtest
"Imagine me being in tears watching you performing great in Dynamic
Facilitation". Und so hättest Du im vergangenen Oktober und
November in Tränen sein müssen. Ich war fasssungslos über
den Erfolg meiner zweiten Dynamic Facilitation. Vielleicht möchtest
Du die Geschichte hören:
A manufacturing company of app. 300 employees hired my partner Astrid
and me for consulting a sales department in regard to business processes.
In our interviews we heard from all 12 employees the same opinion: "There
is a conflict in our group ongoing for almost 4 years. It is not possible
to solve it." I took a chance for my second DF and invited the
group to an "experiment". I said I would like to get some
ideas from them how this conflict might be treated. Also I said I am
convinced there is a chance to get back to a good working climate as
they had years ago. Then I explained the four categories and asked "what
would you like to talk about?". One usually rather quiet guy finally
started with the superb question "How can we stop that Kindergarten
thing?" From then on it was a great pleasure for me to help the
group develop their solution. It took only a little more than an hour
to get them to the conclusion this conflict can be solved from themselves!
After that experience I was almost high because I never expected the
energy of the group bring up change so fast. After 3 sessions altogether
- and some difficulties inbetween - the employees in this group now
are cooperative and enjoy working together again. Their feedback as
well as the feedback of the management was very good. The best of all:
this company now is a reference for us.“
6 Monate später:
I
did an evaluation 6 months later with the whole group, their boss,
the staff manager and the head of the staff association. The staff
manager asked "Could this consulting be recommended to other
departments?" The answer assured his opinion: "yes".
The staff associate gave a personal feedback afterwards: " I
was far from believing to find this department now working well together
after all those years when I was constantly addressed with problems
from them."
Von
Herbert Urmann:
"Ich war einer derjenigen, die den früheren Link zu Dynamic
Facilitation als "glückliche Fügung" angeklickt
hatten und deswegen das Geschenk erhielt, dieses Instrument in einer
sehr schwierigen Konstellation mit sehr heftigen emotionalen Konflikten
anzuwenden - mit durchschlagendem Erfolg: die Gruppe ist dadurch in
die Lage gekommen, in einen produktiven Teamentwicklungsprozess einzutreten,
den alle fortsetzen wollen. Das ist wesentlich mehr, als ich (und auch
die Beteiligten) erwartet hatten. Für mich war das eine tolle Erfahrung."
Von
Isabella Klien:
„Toll war, dass ich gerade vor dem Seminar meine erste DF-Erfahrung
gemacht hatte: ich coachte zwei Personen, die einen Konflikt hatten.
Das spannende war, dass wir alle Phasen - so wie sie im Manual ganz
toll beschrieben sind - durchlaufen haben. Eigentlich waren wir nach
einer Stunde schon dabei, fertig zu werden, aber kurz davor ist das
"wahre Anliegen" hervorgekommen. Es kam dann tatsächlich
zum großen Durchbruch, zu einer erneuten kreativen Phase, und
wir haben dann nochmals eine weitere Stunde gebraucht. Das Ergebnis
war eine unerwartet gute Lösung für beide."
Von
Jürg Wenger:
Während eines gut strukturierten Start-Workshops zu einem Persönlichkeits-Training
kommt plötzlich ein neues Thema auf, ein Thema, das unbedingt nach
Klärung und nach einem praktischen weiteren Vorgehen sucht: „Wenn
wir uns jetzt durch dieses Persönlichkeits-Training verändern,
dann aber in die "alte Organisation" zurückkommen, wird
wohl vieles, wenn nicht fast alles verpufft. Wir müssten identifizieren,
was in der Gesamt-Organisation, aus der wir kommen und in welche wir
zurückgehen, dringend und praktisch verändert und verbessert
werden müsste."
Ich entscheide mich, das Thema mit einer Session Dynamic Facilitation
anzugehen, bereite Flipcharts und Pinwände vor, während die
Teilnehmer eine kurze Pause einlegen. Dann geht es los. Während
unserer Arbeit steigt die Energie im Raum noch weiter an, das Engagement
der Mitarbeiter von der Basis für Ihr Unternehmen ist wirklich
stark. Nach zwei Stunden haben wir Themen identifiziert, die nach unserem
Dafürhalten zu den vorherrschenden Themen dieses Unternehmens gehören.
Das bestätigt sich am nächsten Tag im Meeting mit dem CEO,
der seit 6 Monaten an Bord ist. Aber gehen wir der Reihe nach.
Nach dieser Dynamic Facilitation Session gehen wir zum Abendessen. Den
Serviererinnen und Kellern gelingt es kaum, unsere Essens- und Getränke-Wünsche
aufzunehmen, so sehr sind wir immer noch in intensive Gespräche
vertieft. In ganz kurzer Zeit sind wir zu einem verschworenen Team zusammengewachsen,
das äussern auch die Teilnehmer mit Freude und etwas Erstaunen.
Alle Teilnehmer sind bereit, nach dem Abendessen noch einen kurzen Arbeitsschritt
einzulegen
Am nächsten Tag besucht uns der CEO. Im Vorfeld höre ich,
dass er unserem Training gegenüber skeptisch eingestellt ist. Nachdem
wir ihm aber die bisherigen Ergebnisse vorstellen, ist er begeistert.
Er lässt seine vorbereitete Präsentation fahren und geht nur
noch auf unsere Ergebnisse und die Möglichkeiten und Konsequenzen
deren Verwirklichung im Unternehmen ein. Er ist begeistert, dass hier
eine Gruppe "gewöhnlicher" Mitarbeiter von der Basis
für ihr Unternehmen dieselben anstehenden Themen identifiziert
haben wie er selber während seiner ersten sechs Monate im Unternehmen.
Obwohl er sonst bei Mitarbeitern und Kadern als Hardliner gilt, nimmt
er das Engagement der Teilnehmer sowie deren gemeinsame Ausrichtung
auf Ergebnisse hin wahr. Er fordert uns auf, die Ergebnisse noch etwas
weiter zu detaillieren. Heute, 2 Monate nach diesem Workshop sind die
Hälfte der aufgebrachten Themen bereits ins ganze Unternehmen implementiert,
die anderen Themen werden in der Linie weiter bearbeitet.
Diese Initiative hat im Unternehmen Wellen geworfen – viele Menschen
bewegen sich oder werden angestossen. Das mögen nicht alle gleich
gerne.
Die Teilnehmer sprechen nach wie vor über diese spezielle Erfahrung:
- "Ich habe noch nie erlebt, dass ein Moderator so dynamisch aufnimmt,
was uns beschäftigt …"
- "Wir
waren so angeregt und konzentriert. Man hat richtig gemerkt, wie Du
uns ernst nimmst, wie Du genau wissen willst, was wir genau sagen und
ausdrücken wollen."
- "In
kurzer Zeit haben wir ein umfassendes gemeinsames Ergebnis erzielt.
Gleichzeitig haben wir ein Gefühl dafür entwickelt, was die
anderen beschäftigt, wie sie denken und handeln und wen wir am
besten für welche Aufgabe einsetzen…"
Von
Myriam Mathys
Da
die Situation so vertrackt war, kam mir gleich beim ersten Anruf des
Auftraggebers der Gedanke, dass ich da wohl am besten mit Dynamic Facilitation
arbeiten sollte. Und die Erfahrungen, die ich dann mit dieser Methode
machte, waren wirklich positiv – und ich möchte sie daher
gerne mit Euch teilen.
Es ging um einen Workshop, in dem sich zwei Bereiche einer Druckerei
(Key Account Management und Produktion) mit dem Ziel trafen , eine Verbesserung
der Zusammenarbeit zwischen den beiden Bereichen zu bewirken. Die Situation
war insofern schwierig, als sich die Mitarbeiter bereits gegenseitig
die Schuld zuschoben, die Umgangsformen teilweise tief unter die Gürtellinie
gesunken waren und offenbar schon ziemlich viele Verletzungen insbesondere
an der Schaltstelle zwischen den beiden Abteilungen (AVOR) verursacht
worden waren ("Wenn die weg wäre, wäre das Problem gelöst!").
Es herrschte offenbar eine Situation, in der niemand mehr so richtig
an eine Lösung glaubte und die Stimmung auf den Nullpunkt gesunken
war.
Der Workshop begann mit der Begrüßung und der Einstiegsrunde,
die schon mal ergab, dass sich viele mehr Harmonie bei der Arbeit wünschten.
Und dann wechselte ich vom Kreis in den Halbkreis. Alles funktionierte
nach Plan. Der Dynamic-Facilitation-Prozess dauerte, wie ich schon ahnte,
nicht nur zwei oder drei Stunden, sondern den ganzen Tag. Genauer gesagt
von 10.45 Uhr bis 13.00 Uhr unddann nach dem Mittagessen von 14.00 –
18.00 Uhr. Ich habe den Prozess auf total 25 Flipchartblättern
dokumentiert.
Es dauerte zwei volle Stunden, bis der "Purge" – die
Entleerung – erledigt war. (Das war meine Wahrnehmung und das
bestätigten in der Morgenrunde des zweiten Tages auch zwei Teilnehmer:
"Nach zwei Stunden wurde es plötzlich spannend…").
Und dann musste ich die Mittagspause einschieben. Danach stieg ich ein,
indem ich nochmals alle Herausforderungen/Fragen vorlas, die schon aufgebracht
worden waren – und tatsächlich, bei der drittletzten hakte
einer der Teilnehmer wieder mit einem neuen Lösungsvorschlag ein
und das Gespräch nahm wieder die Fahrt auf, die es vor dem Mittagessen
gehabt hatte.
Irgendwann waren wir dann bei den Problemen angelangt, die sich auf
der Holding-Ebene abspielen (Konflikte zwischen den Vorsitzenden der
einzelnen Gesellschaften), und natürlich gab es dafür nicht
wirklich Lösungen. Nachdem das Gespräch wohl deshalb an dieser
Stelle etwas ins Stocken geriet, wechselte ich für einen Moment
meine Rolle ("Ich spreche jetzt nicht in meiner Rolle als Moderatorin,
sondern aufgrund dessen, was ich in vielen Firmen gesehen habe: Ja,
Sie haben recht, dass sich das, was sich "oben" in der Holding
abspielt nach "unten" überträgt, dass der Druck,
der von oben kommt, Auswirkungen auf das Arbeitsklima unten hat. Aber:
Daran können wir alle hier in diesem Raum nichts ändern –
wohl aber daran, wie Sie im Rahmen dieser Rahmenbedingungen –
oder trotz dieser Rahmenbedingungen – miteinander zusammen arbeiten
wollen."). Dann machte ich eine kurze Pause und stieg mit dem Vorlesen
der bisherigen Lösungen wieder ein. Und dann ging das Gespräch
wieder flüssig weiter, und die Herausforderungen und Lösungen
bezogen sich nun vermehrt auf das persönliche Verhalten.
Der Durchbruch kam nicht mit einer einzigen Erkenntnis, sondern mit
einer Reihe von Lösungen, die den Tenor hatten "man könnten
auch einfach dies und jenes nutzten…". Es war die Entdeckung,
dass sich die eine Seite (Key Account Management) dringend mehr Informationen
wünschte und die andere Seite (die Produktion, die sich immer über
die "unnötige Nachfragerei dieser Idioten" geärgert
hatte) erstaunt feststellte, dass diese Informationen doch allen zur
Verfügung stünden (z.B. in einer Datenbank, für die man
nur noch neue Zugriffsrechte zu vergeben bräuchte) und sich dann
beide Seiten wunderten, weshalb dies denn die erstere Gruppe nicht gewusst
hatte…
Mir selbst war in dieser Phase nicht so klar, was eigentlich den Durchbruch
gebracht hatte, aber ich nahm deutlich wahr, dass sich die Stimmung
immer mehr besserte und auch Leute etwas sagten, die bis anhin noch
nicht so wirklich ins Gespräch gekommen waren. Aber der Durchbruch
war nicht das Ende des Gesprächs. Es wurden immer weitere Herausforderungen
genannt. So lief es weiter und weiter. Es war, als ob sich eine Schleuse
geöffnet hätte, so dass nun endlich auch noch dieses oder
jenes schwierige Thema angesprochen werden konnte.
Der zweite Tag begann mit einer Morgenrunde, die ca. 50 Minuten dauerte
und an der jetzt auch die beiden Geschäftsleitungsmitglieder teilnahmen,
die am ersten Tag nicht dabei gewesen waren. Und dann geschah etwas
Bemerkenswertes: Auf den Hinweis des einen Chefs "diese Unterlagen
seine doch alle vorhanden und allen bekannt" kam eine freundliche,
aber bestimmte Verneinung aus der Gruppe, dass dies eben nicht der Fall
sei, und zwar von einem seiner Mitarbeiter, von dem man offenbar Widerspruch
nie erwartet hätte (wie mir nachher ein anderer Teilnehmer sagte).
Ein Abteilungsleiter, der beim anderen Chef arbeitet, nannte das Verhalten
des obersten Vorgesetzten als Grund dafür, dass die Produktionsprozesse
oft durcheinander geraten und bat die beiden Führungskräfte
dafür zu sorgen, dass sich dies ändere. Und einer sagte gar:
"Ihre Aussage, mit der Sie auf das, was wir gestern erarbeitet
haben, reagieren, hat mir zu viele "aber" drin"! –
Es war offenbar das erste Mal, dass sich jemand bzw. mehrere getraut
haben, solche Dinge offen zu sagen. Und ich dachte nur: Wow, welches
Empowerment hat hier stattgefunden!
Weitere
Stimmen zum Dynamic Facilitation Skills Seminar in Englisch
Zum
Seminar "Dynamic Facilitation Skills"

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